Surfen ohne Risiken – Wissenswertes übers WLAN

Die Gerüchte halten sich hartnäckig: Die Strahlung durch WLAN bzw. Router seien ungesund. Zudem blockiere das WLAN mitunter Bluetooth. Wir gehen beidem auf den Grund.

Datum: 16. Juli 2021 Lesezeit: Kategorie: Allgemein Tags: Bluetooth, Gesundheit, Strahlung, Verbindung, WLAN
Junger Mann sitzt in heller, grüner Umgebung entspannt am Tisch und informiert sich im Internet, Notizbuch, iPhone und Airpods liegen neben ihm

Zugegeben: Ohne das Internet geht fast nichts mehr. Zuhause gehört WLAN mit guten Übertragungsgeschwindigkeiten zum Standard. Doch seit Jahren kursieren Gerüchte, dass die Strahlung von Routern gesundheitsschädlich sei. Und dass es immer wieder auch Konflikte mit Bluetooth geben soll. – Wir sind dem nachgegangen und können Sie vorab beruhigen: Wenn Sie ein paar Tipps und Tricks nutzen, bleibt Ihre Freude am Surfen auch in Zukunft ungetrübt.

 

Die datenlose Datenübertragung über das WLAN verläuft über hochfrequente elektromagnetische Felder. In Gebäuden sind Reichweiten von 100 Metern, im Freien sogar von bis zu 300 Metern möglich. Je nach Frequenzbereich transportieren WLAN-Verbindungen zwischen 100 Milliwatt und einem Watt Energie an Strahlungsleistung. Das ist die Menge, die ein elektronisches Gerät in seine Umgebung abstrahlt. Doch das sei ungefährlich, sagt das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) und gibt Entwarnung.

 

Es gibt gesetzliche Grenzwert, die sogenannte Spezifische Absorptionsrate (SAR). Sie gibt an, wie viel Strahlungsleistung menschliches Gewebe absorbiert. Selbst bei relativ direktem Kontakt, etwa dem Laptop auf dem Schoß, erlaubt das BfS sogar 2 Watt pro Kilogramm Körpergewicht. Diese Werte werden im Alltag nicht überschritten. Steht ein Laptop auf dem Schreibtisch, strahlt er mit 0,1 bis 0,2 Watt pro Kilogramm. Grundsätzlich gilt: Im Abstand von einem Meter sinken die Belastungswerte bereits um 80 Prozent.

 

Fest steht aber auch: Für die noch recht junge Technik rund ums Internet gibt es noch keine Langzeitstudien. Ob es jedoch neben der Erwärmung des Körpers wirklich Langzeitfolgen gebe, lasse sich nicht belegen, sagt das Bundesamt.

 

Was kann ich verbessern?

WLAN-Strahlung verursacht zwar nachweislich keine Erkrankungen. Trotzdem möchten wir den Körper nicht unnötig mit Strahlen belasten. Das gilt vor allem für Kinder. Daher sind folgende Tipps sinnvoll:

  • Halten Sie die Mindestabstände ein, die der Hersteller empfiehlt. Auch für die FRITZ!Boxen gilt: am besten auf ein Meter Entfernung.
  • Optimalerweise stellen Sie Ihren Router nicht in die Nähe von Plätzen, wo Sie oft und gern sitzen oder liegen.
  • Verbindungen übers LAN-Kabel sind nicht nur schneller, sondern besonders strahlungsarm.
  • Über die Einstellungen Ihrer FRITZ!Box können Sie das WLAN ausschalten, wenn Sie es nicht benötigen – zum Beispiel in der Nacht.
  • Im Schlafzimmer sollten Sie ohnehin ganz auf kabellose Geräte verzichten.

 

Was tun gegen Interferenzen zwischen WLAN und Bluetooth?

Bluetooth und das sogenannte WLAN 802.11b sowie 802.11g benutzen tatsächlich dieselben Funkfrequenzen um 2,4 Gigahertz. Da kommen sich die Systeme durchaus schon mal in die Quere. So kann die Datenübertragungsrate des WLAN um bis zu 20 Prozent einbrechen, wenn Bluetooth größere Datenmengen überträgt. Kleinere Mengen, wie etwa bei der Synchronisierung Ihre Smartphones, sind aber weniger das Problem.

Unser Tipp: Wechseln Sie auf Ihrer FRITZ!Box auf das WLAN 802.11a. Diese Funktechnik arbeitet mit einer Frequenz von ca. 5 GHz. Damit gehen Sie Bluetooth geschickt aus dem Weg. Veränderungen an Ihrer FRITZ!Box können Sie im Menü „Funkkanal“ vornehmen.

 

Weitere Tipps für die optimale WLAN-Nutzung

  • Positionieren Sie Ihre FRITZ!Box zwar entfernt von Ihren Aufenthaltsorten, aber dennoch freistehend und nicht hinter oder unter einem Hindernis wie Schrank oder Heizung. Am besten weiter oben im Raum, zum Beispiel in einem Regal.
  • Metallische oder wasserhaltige Objekte, etwa Heizkörper, Kühlschränke oder Zimmerpflanzen, reduzieren als Hindernis die Qualität des WLAN-Signals mitunter deutlich.
  • Achten Sie auch darauf, dass keine anderen Funksender in der Nähe sind, etwa Mikrowellen, DECT-Telefone oder Funklautssprecher.
  • Benutzen Sie immer die neueste Software auf Ihrer FRITZ!Box. SeeConnect Kund*innen sind hier im Vorteil: Die aktuelle Firmware wird regelmäßig automatisch aktualisiert.

 

Sicher im Netz

Wir sind gern für Sie da, wenn es um Fragen rund ums Thema Sicherheit geht. Natürlich beraten wie Sie auch gerne zu unseren Produkten und Services und freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme per E-Mail oder telefonisch unter 07531 803-4000.

 

 

 

 

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